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Makronährstoffe einfach erklärt: Kunden in 5 Minuten verstehen lassen

Warum ein Makro-Merkblatt?

Sie beenden das Erstgespräch, öffnen den Plan und fangen an zu arbeiten. Dann schreibt der Kunde: „Ist Reis ein Kohlenhydrat oder ein Eiweiß? Und wie viel Fett hat ein Ei?"

Die meisten Kunden sprechen nicht „Makro." Sie essen Lebensmittel, keine Gramm. Wenn Sie bei jedem Check-in die Grundlagen neu erklären, verlieren Sie Zeit, die Sie besser ins Coaching, in Ihr Business oder — ganz ehrlich — in Ihre Erholung stecken könnten.

Ein einfaches, wiederholbares Makro-Framework halbiert diese Rückfragen. Geben Sie es jedem neuen Kunden in der ersten Woche. Hier ist ein Merkblatt, das Sie nutzen, anpassen und weitergeben können.


Die drei Makronährstoffe: was jeder wirklich tut

Protein — das Reparaturteam

Protein baut und repariert Muskeln, Haut, Haare, Nägel und Enzyme. Wenn ein Kunde im Kaloriendefizit ist, bewahrt Protein die Muskeln, sodass das verlorene Gewicht hauptsächlich Fett ist.

Lebensmittel, die Kunden erkennen: Hähnchenbrust, Eier, griechischer Joghurt, Tofu, Fisch, Hüttenkäse, Whey Protein.

Faustregel: Eine Portion Protein ist etwa so groß und dick wie die Handfläche (für die meisten Erwachsenen ca. 20–30 g Protein).

Warum Kunden es auslassen: „Ich hatte schon Eier zum Frühstück, das reicht." Die meisten Menschen unterschätzen ihre Proteinzufuhr um 40–50 %. Praktischer Tipp: eine handtellergroße Portion zu jeder Mahlzeit anstreben.

Kohlenhydrate — der Treibstofftank

Kohlenhydrate sind die bevorzugte Energiequelle des Körpers. Sie versorgen Workouts, Gehirnfunktion und tägliche Bewegung mit Energie. Nicht alle Kohlenhydrate sind gleich, aber keines ist von Natur aus schlecht.

Lebensmittel, die Kunden erkennen: Haferflocken, Reis, Kartoffeln, Nudeln, Brot, Obst, Quinoa, Süßkartoffeln.

Faustregel: Eine Portion Kohlenhydrate ist etwa so groß wie eine lockere Faust.

Warum Kunden sie fürchten: „Kohlenhydrate machen dick." Nein — ein Kalorienüberschuss macht dick, egal ob aus Kohlenhydraten oder Fett. Kohlenhydrate sind nicht der Feind; zu viel von jedem Makronährstoff ist es.

Fette — der Hormon- und Zellschützer

Fette unterstützen die Hormonproduktion (einschließlich Testosteron und Östrogen), die Vitaminaufnahme (A, D, E, K) und die Gesundheit der Zellmembranen.

Lebensmittel, die Kunden erkennen: Olivenöl, Nüsse, Samen, Avocado, Butter, fetter Fisch, Eigelb.

Faustregel: Eine Portion Fett ist etwa so groß wie der Daumen (ca. 15–20 g für die meisten Öle und Butter).

Warum Kunden es zu sehr reduzieren: „Fett hat mehr Kalorien pro Gramm, also vermeide ich es." Wer unter 15–20 % der Kalorien aus Fett fällt, kann Probleme mit Energie, Stimmung und Regeneration bekommen. Eine daumengroße Portion pro Mahlzeit ist ein sicheres Minimum.


Wie man Kalorien erklärt, ohne Mathestunde

Kunden müssen nicht jede Kalorie zählen. Was sie brauchen, ist ein einfaches mentales Modell.

Das Teller-Modell (ohne App):

  • Füllen Sie die Hälfte des Tellers mit Gemüse oder Salat.
  • Füllen Sie ein Viertel mit einer Proteinquelle (handtellergroß).
  • Füllen Sie ein Viertel mit einer Kohlenhydratquelle (faustgroß).
  • Fügen Sie eine daumengroße Portion Fett hinzu (Dressing, Öl, Avocado, Nüsse).

Das ist eine Mahlzeit. Drei solche Mahlzeiten plus ein Snack geben den meisten Erwachsenen einen soliden Startpunkt — ohne eine Tracking-App zu öffnen.

Wenn ein Kunden tracken möchte, empfehlen Sie, nur mit Protein zu beginnen. „Tracken Sie eine Woche lang nur Ihr Protein. Alles andere essen Sie wie gewohnt." Diese eine Gewohnheit schafft Portionsbewusstsein ohne Überforderung.


Was ist mit Mikronährstoffen, Ballaststoffen und Wasser?

Sie sind der Coach — Sie kennen das Gesamtbild. Aber für das erste Gespräch bleiben Sie bei den Makros und zwei Extras:

  1. Ballaststoffe — 25–30 g pro Tag. Quellen: Haferflocken, Bohnen, Linsen, Gemüse, Obst mit Schale. Sagen Sie Kunden: „Wenn Ihre Mahlzeiten hauptsächlich aus Verpackungen kommen, haben Sie wahrscheinlich zu wenig Ballaststoffe."
  2. Wasser — etwa 30–35 ml pro kg Körpergewicht. Eine 70 kg Person ≈ 2,1–2,5 Liter. Einfacher Hinweis: Trinken Sie ein Glas zu jeder Mahlzeit und stellen Sie eine Flasche auf den Schreibtisch.

Das 5-Minuten-Gespräch mit dem Kunden

Hier ist ein Skript, das Sie übernehmen (oder an Ihren Stil anpassen) können:

„Ihr Körper braucht jeden Tag drei Dinge aus der Nahrung: Proteine zur Reparatur und zum Muskelaufbau, Kohlenhydrate für Energie und Fette für Hormone und Gesundheit.

Eine einfache Art, eine Mahlzeit zusammenzustellen: Füllen Sie die Hälfte des Tellers mit Gemüse, ein Viertel mit einer handtellergroßen Portion Protein, ein Viertel mit einer faustgroßen Portion Kohlenhydraten und fügen Sie eine daumengroße Portion Fett hinzu.

Wenn Sie diese Woche nur eine Sache tracken, dann tracken Sie Ihr Protein. Alles andere essen Sie wie gewohnt. Nächste Woche passen wir an."

Das war's. Fünf Minuten, kein Fachjargon, kein schlechtes Gewissen.


Wann man tiefer einsteigt

Manche Kunden sind bereit für Präzision. Sie möchten Makros in einer App tracken, Lebensmittel wiegen und genaue Zahlen treffen. In diesem Fall:

  • Führen Sie eine Tracking-App ein (MyFitnessPal, Cronometer, MacroFactor — je nach Ihrer Präferenz).
  • Zeigen Sie ihnen, wie sie Ziele basierend auf ihrem Kalorienziel setzen (z. B. Protein 30 % der Kalorien, Kohlenhydrate 40 %, Fett 30 % — an Ihre Coaching-Philosophie anpassen).
  • Planen Sie nach 3 Tagen einen 15-minütigen Folgetermin, um häufige Fehler zu besprechen.

Abschließender Gedanke

Sie müssen keine Makro-Enzyklopädie sein, um Ernährung gut zu coachen. Sie brauchen eine klare, wiederholbare Methode, um die Grundlagen so zu erklären, dass Kunden danach handeln können. Das schafft Vertrauen und Ergebnisse — nicht die Anzahl der Gramm, die Sie auswendig gelernt haben.

Speichern Sie dieses Merkblatt, passen Sie es an Ihren Stil an und geben Sie es jedem neuen Kunden. Ihr Posteingang wird es Ihnen danken.


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